Ein Riesling, ein gutes Gespräch und das richtige Glas
Was braucht es für einen guten Abend? Eigentlich nicht viel: ein gutes Gespräch unter Freunden und eine schöne Flasche Riesling. Dieses Mal führte mich der Griff in den Weinkühlschrank an die Mosel, zum Weingut Clemens Busch und einem Riesling Marienburg 2023.
Riesling Marienburg 2023 von Clemens Busch
Schon beim Öffnen und beim ersten Kosten war für mich klar: Dieser Wein braucht Platz. Also weg vom klassischen Rieslingglas und hin zu einem größeren Glas. Zur Auswahl standen das Riedel Fatto a Mano Burgunderglas und das Josephinenhütte No. 3.
Welches Glas für Riesling? Riedel oder Josephinenhütte
Am Ende hat sich für mich an diesem Abend das Riedel durchgesetzt. Das größere Volumen und die zusätzliche Luft haben dem jungen Riesling einfach mehr Raum gegeben. Mit etwas Zeit im Glas öffnete er sich immer weiter und zeigte, wie viel in ihm steckt.
Clemens Busch Riesling Marienburg 2023 im Glas
In der Nase und am Gaumen kamen Mirabelle und feine Zitrusfrüchte, dazu Kräuter, eine leicht rauchige Note und vor allem diese wunderbare, für mich so typische Mineralität, die einen guten Mosel-Riesling unglaublich spannend macht.
Trotz seiner Jugend hatte der Wein für uns eine enorme Trinkfreude. Präzise und mineralisch, aber gleichzeitig so angenehm, dass die Flasche das Gespräch begleitet hat, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen.
Ein Mosel-Riesling für einen guten Abend
Und genau solche Weine liebe ich: Weine, über die man sprechen kann, aber nicht sprechen muss. Sie sind einfach da, entwickeln sich über den Abend im Glas weiter und sorgen irgendwann dafür, dass man sich fragt, warum die Flasche eigentlich schon wieder leer ist.
"Ein guter Freund, ein gutes Gespräch und eine Flasche Riesling von der Mosel, manchmal braucht es wirklich nicht mehr." - Hannes Schreiner
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